Stärkung städtischer Gemeinschaften
Anpassung an die Klima- und Biodiversitätskrise
Anpassung städtischer Gemeinschaften an die Klima- und Biodiversitätskrise

Co-ADAPT-Projekt
Den Wandel zu nachhaltigen Städten ermöglichen
Das Projekt zielt darauf ab, städtische Gemeinschaften in Berlin, Wien, Košice und Ankara durch naturbasierte Lösungen (NbS) in die Anpassung an die Klima- und Biodiversitätskrise einzubinden.
Lücke zwischen sozialem Engagement und politischer Führung
Viele städtische Anpassungsstrategien werden von oben herab entwickelt, (…) Dieses Defizit an Beteiligung verringert die langfristige Wirksamkeit und die Identifikation mit den umgesetzten Maßnahmen.
Eine zentrale Herausforderung besteht darin, kleinskalige Maßnahmen in übertragbare Modelle zu überführen, die sich an unterschiedliche Städte und Gemeinschaften anpassen lassen. Eine bessere Zukunft durch die Natur gestalten. Trage sie in deinen Kalender ein.
Klimawandel und Verlust der biologischen Vielfalt
Städtische Gebiete sind zunehmend durch den Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt bedroht und stehen vor Herausforderungen wie Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und dem Rückgang von Ökosystemleistungen. Angesichts riesiger versiegelter Flächen und begrenzter ökologischer Vielfalt benötigen Städte wirksame Anpassungsstrategien, um ihre Resilienz zu stärken. Naturbasierte Lösungen (NbS) bieten kosteneffiziente Maßnahmen, die diese Herausforderungen angehen und gleichzeitig die städtische Biodiversität verbessern. Kommunen verfügen jedoch oft nicht über die notwendigen Ressourcen und das Fachwissen, um NBS umzusetzen und die lokale Bevölkerung effektiv einzubinden. Obwohl die EU NBS priorisiert hat, ist eine breitere Bürgerbeteiligung erforderlich, um die Umsetzung zu beschleunigen und lokal angepasste Lösungen zu gewährleisten.
Lücke zwischen sozialem Engagement und Regierungsführung
Trotz des wachsenden Bewusstseins für Klimarisiken besteht weiterhin eine erhebliche Lücke zwischen politischen Zielsetzungen und lokalem Handeln. Viele städtische Anpassungsstrategien werden top-down entwickelt, was die aktive Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern sowie lokalen Akteurinnen und Akteuren einschränkt. Dieses Defizit an partizipativer Governance verringert die langfristige Wirksamkeit und die Identifikation mit den umgesetzten Maßnahmen. Daher ist es entscheidend, die Einbindung der Gemeinschaft sowie Ko-Kreationsprozesse zu stärken, um sicherzustellen, dass naturbasierte Lösungen lokal relevant, gesellschaftlich akzeptiert und nachhaltig gepflegt werden.
Bedarf an skalierbaren und replizierbaren Modellen
Viele erfolgreiche NbS-Initiativen bleiben isolierte Pilotprojekte und werden weder skaliert noch in anderen städtischen Kontexten repliziert. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, kleinmaßstäbliche Maßnahmen in übertragbare Modelle zu überführen, die sich an unterschiedliche Städte und Gemeinschaften anpassen lassen. Die Entwicklung replizierbarer Rahmenkonzepte, unterstützt durch praktische Instrumente wie DIY-Anleitungen, Fallstudien und politische Empfehlungen, ist entscheidend, um die Wirkung zu verstärken und zu den umfassenderen europäischen Zielen der Klimaanpassung beizutragen.
Wissens- und Kapazitätslücke auf lokaler Ebene
Die Projektergebnisse werden über digitale Tools, Videos, Ausstellungen, Publikationen und politische Empfehlungen breit gestreut. Indem Wissen zugänglich und übertragbar gemacht wird, unterstützt das Projekt die Replikation und Skalierung gemeinschaftlich entwickelter naturbasierter Lösungen in ganz Europa.

Was sind naturbasierte Lösungen?
Eine bessere Zukunft durch die eigenen Prozesse der Natur gestalten
Naturbasierte Lösungen (NbS) sind Maßnahmen, die natürliche Ökosysteme schützen, wiederherstellen oder verbessern – oder deren Funktionen nachahmen –, um gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt, Katastrophenrisiko und menschliches Wohlergehen anzugehen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen „grauen Infrastrukturen“ (z. B. Hochwasserschutzwänden aus Beton oder Entwässerungssystemen) arbeiten naturbasierte Lösungen mit natürlichen Prozessen, wie z. B. Wasserrückhaltung, Kühlung, Kohlenstoffbindung, Bodenregeneration und Schaffung von Lebensräumen.
Beispiele für naturbasierte Lösungen (NbS) in urbanen Gebieten sind Regengärten zur Aufnahme von Regenwasser, begrünte Dächer und Fassaden zur Reduzierung der städtischen Hitze, Baumpflanzungen und Stadtwälder zur Verbesserung der Luftqualität und zum Spenden von Schatten sowie wasserdurchlässige Oberflächen zur Förderung der Wasserversickerung. Diese Lösungen erhöhen nicht nur die Klimaresilienz, sondern schaffen auch gesündere und lebenswertere Umgebungen für die Bevölkerung.

Kommende Veranstaltungen
Tragen Sie es in Ihren Kalender ein.
.png)